Portionieren leicht gemacht
- info3111002
- vor 3 Tagen
- 3 Min. Lesezeit
Viele BARF-Anfänger scheitern nicht an der Theorie,
sondern an der Umsetzung im Alltag.

Fragen wie „Wie viel kommt in einen Napf?“ oder „Wie bereite ich das alles stressfrei vor?“ sind völlig normal.Dieser Artikel zeigt Schritt für Schritt, wie BARF in der Praxis richtig portioniert wird – realistisch, nachvollziehbar und ohne komplizierte Rechnungen.
Ein fester Portioniertag spart Zeit und Nerven
BARF wird nicht täglich frisch zusammengestellt, sondern gebündelt vorbereitet.Bewährt hat sich ein fester Portioniertag, zum Beispiel einmal pro Woche oder einmal im Monat.
Beispiel:
7 Tage vorbereiten = 7 Tagesportionen
14 Tage vorbereiten = 14 Tagesportionen
28 Tage vorbereiten = 28 Tagesportionen
So entsteht eine klare Routine, und das tägliche Füttern dauert später nur noch wenige Sekunden.
Die Tagesmenge als feste Grundlage
Am Anfang steht immer die Tagesration. Sie ist die wichtigste Zahl beim Portionieren.
Beispiel:
Hund bekommt 500 g BARF pro Tag
Fütterung auf zwei Mahlzeiten verteilt
In der Praxis bedeutet das:
Ein Beutel oder eine Dose enthält immer genau eine Tagesration
Innerhalb des Tages kann diese Portion beliebig aufgeteilt werden
Vorbereitung der Zutaten
Bevor abgewogen wird, sollten alle Komponenten küchenfertig sein:
Fleisch ggf. grob zerkleinern
Knochen passend auswählen
Gemüse pürieren oder fein raspeln
Innereien in kleine Mengen schneiden
Alle Zutaten werden griffbereit vorbereitet. Eine Küchenwaage ist dabei nötig.
Zwei bewährte Methoden zum Portionieren
In der Praxis haben sich zwei Vorgehensweisen bewährt. Beide sind korrekt – welche besser passt, hängt vom Tier und vom Halter ab.
Komplettfutter
Diese Methode ist besonders einfach und anfängerfreundlich.
Vorgehen:
Gesamtmenge für mehrere Tage berechnen
Beispiel: 7 Tage × 500 g = 3.500 g
Alle Bestandteile entsprechend der gewünschten Aufteilung in eine große Schüssel geben
Gründlich vermengen
Anschließend einzelne Tagesportionen abwiegen und abfüllen
Vorteil:
Jede Portion ist automatisch ausgewogen
Sehr wenig Fehleranfälligkeit
Ideal für gesunde, unproblematische Tiere
Wochenplan
Diese Methode ist etwas aufwendiger, bietet aber maximale Kontrolle.
Vorgehen:
Jede Komponente wird einzeln für eine Tagesration abgewogen
Alles zusammen kommt in einen Beutel oder eine Dose
Beispiel pro Tag:
Muskelfleisch
Pansen oder Fleischersatz
Innereien
Knochen oder Calciumquelle
Gemüseanteil
Vorteil:
Sehr präzise
Gut geeignet für Allergiker, sensible Tiere oder Ausschlussdiäten
Zusätze richtig anwenden
Zusätze gehören zum BARF dazu, werden in der Praxis aber oft falsch verwendet.
Bewährt hat sich:
Pulverförmige Supplemente entweder vor dem Einfrieren untermischen oder täglich frisch zugeben
vorzugsweise Öle erst nach dem Auftauen über das Futter geben, können aber auch eingefroren werden.
Empfindliche Zusätze nicht einfrieren (z.B. Probiotikum)
Du kannst kleine Tagesportionen der pulverförmigen Supplemente separat vorbereiten, um nichts zu vergessen. Es bietet sich aber auch an die 7 Tage Menge abzufüllen und jeden Tag einen Teil über das Futter zu geben (z.B. in einen Salzstreuer oder ein kleines Döschen).
Portionen einfrieren und beschriften
Die fertigen Tagesrationen werden luftdicht verpackt und eingefroren.
Praktische Tipps:
Beutel flach drücken, das spart Platz
Beschriften mit Datum und Inhalt
Innereien und Knochen möglichst gleichmäßig auf alle Portionen verteilen
So bleibt jederzeit nachvollziehbar, was gefüttert wird.
Auftauen und Füttern im Alltag
Der Alltag mit BARF ist unkompliziert:
Am Vorabend eine Portion aus dem Gefrierfach in den Kühlschrank legen
Kurz vor dem Füttern Supplemente und Öl hinzufügen
Bei Bedarf etwas warmes Wasser untermischen
Die eigentliche Fütterung dauert in der Regel weniger als eine Minute.
Typische Fehler beim Portionieren
In der Praxis treten immer wieder dieselben Fehler auf:
Nach Gefühl statt nach Gewicht portionieren
Innereien und Knochen nur selten und in großen Mengen füttern
Supplemente vergessen
Zu große Portionen einfrieren
Knochen ungleichmäßig verteilen
Eine klare Struktur und feste Tagesportionen verhindern diese Probleme zuverlässig.
Fazit
Richtiges Portionieren ist der Schlüssel zu stressfreiem BARFen.Wer nach dem Prinzip „eine Portion = ein Tag“ arbeitet und regelmäßig vorbereitet, hat im Alltag kaum Mehraufwand – aber volle Kontrolle über die Ernährung seines Tieres.
BARF ist kein tägliches Rechnen, sondern eine gut organisierte Routine.





Kommentare