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Portionieren leicht gemacht

Viele BARF-Anfänger scheitern nicht an der Theorie,

sondern an der Umsetzung im Alltag.

Futternapf mit Barffutter

Fragen wie „Wie viel kommt in einen Napf?“ oder „Wie bereite ich das alles stressfrei vor?“ sind völlig normal.Dieser Artikel zeigt Schritt für Schritt, wie BARF in der Praxis richtig portioniert wird – realistisch, nachvollziehbar und ohne komplizierte Rechnungen.


Ein fester Portioniertag spart Zeit und Nerven

BARF wird nicht täglich frisch zusammengestellt, sondern gebündelt vorbereitet.Bewährt hat sich ein fester Portioniertag, zum Beispiel einmal pro Woche oder einmal im Monat.

Beispiel:

  • 7 Tage vorbereiten = 7 Tagesportionen

  • 14 Tage vorbereiten = 14 Tagesportionen

  • 28 Tage vorbereiten = 28 Tagesportionen

So entsteht eine klare Routine, und das tägliche Füttern dauert später nur noch wenige Sekunden.


Die Tagesmenge als feste Grundlage

Am Anfang steht immer die Tagesration. Sie ist die wichtigste Zahl beim Portionieren.

Beispiel:

  • Hund bekommt 500 g BARF pro Tag

  • Fütterung auf zwei Mahlzeiten verteilt


In der Praxis bedeutet das:

  • Ein Beutel oder eine Dose enthält immer genau eine Tagesration

  • Innerhalb des Tages kann diese Portion beliebig aufgeteilt werden



Vorbereitung der Zutaten

Bevor abgewogen wird, sollten alle Komponenten küchenfertig sein:

  • Fleisch ggf. grob zerkleinern

  • Knochen passend auswählen

  • Gemüse pürieren oder fein raspeln

  • Innereien in kleine Mengen schneiden

Alle Zutaten werden griffbereit vorbereitet. Eine Küchenwaage ist dabei nötig.


Zwei bewährte Methoden zum Portionieren

In der Praxis haben sich zwei Vorgehensweisen bewährt. Beide sind korrekt – welche besser passt, hängt vom Tier und vom Halter ab.


Komplettfutter

Diese Methode ist besonders einfach und anfängerfreundlich.

Vorgehen:

  1. Gesamtmenge für mehrere Tage berechnen

    Beispiel: 7 Tage × 500 g = 3.500 g

  2. Alle Bestandteile entsprechend der gewünschten Aufteilung in eine große Schüssel geben

  3. Gründlich vermengen

  4. Anschließend einzelne Tagesportionen abwiegen und abfüllen


Vorteil:

  • Jede Portion ist automatisch ausgewogen

  • Sehr wenig Fehleranfälligkeit

  • Ideal für gesunde, unproblematische Tiere


Wochenplan

Diese Methode ist etwas aufwendiger, bietet aber maximale Kontrolle.

Vorgehen:

  • Jede Komponente wird einzeln für eine Tagesration abgewogen

  • Alles zusammen kommt in einen Beutel oder eine Dose


Beispiel pro Tag:

  • Muskelfleisch

  • Pansen oder Fleischersatz

  • Innereien

  • Knochen oder Calciumquelle

  • Gemüseanteil


Vorteil:

  • Sehr präzise

  • Gut geeignet für Allergiker, sensible Tiere oder Ausschlussdiäten


Zusätze richtig anwenden

Zusätze gehören zum BARF dazu, werden in der Praxis aber oft falsch verwendet.

Bewährt hat sich:

  • Pulverförmige Supplemente entweder vor dem Einfrieren untermischen oder täglich frisch zugeben

  • vorzugsweise Öle erst nach dem Auftauen über das Futter geben, können aber auch eingefroren werden.

  • Empfindliche Zusätze nicht einfrieren (z.B. Probiotikum)

Du kannst kleine Tagesportionen der pulverförmigen Supplemente separat vorbereiten, um nichts zu vergessen. Es bietet sich aber auch an die 7 Tage Menge abzufüllen und jeden Tag einen Teil über das Futter zu geben (z.B. in einen Salzstreuer oder ein kleines Döschen).


Portionen einfrieren und beschriften

Die fertigen Tagesrationen werden luftdicht verpackt und eingefroren.

Praktische Tipps:

  • Beutel flach drücken, das spart Platz

  • Beschriften mit Datum und Inhalt

  • Innereien und Knochen möglichst gleichmäßig auf alle Portionen verteilen

So bleibt jederzeit nachvollziehbar, was gefüttert wird.


Auftauen und Füttern im Alltag

Der Alltag mit BARF ist unkompliziert:

  • Am Vorabend eine Portion aus dem Gefrierfach in den Kühlschrank legen

  • Kurz vor dem Füttern Supplemente und Öl hinzufügen

  • Bei Bedarf etwas warmes Wasser untermischen

Die eigentliche Fütterung dauert in der Regel weniger als eine Minute.


Typische Fehler beim Portionieren

In der Praxis treten immer wieder dieselben Fehler auf:

  • Nach Gefühl statt nach Gewicht portionieren

  • Innereien und Knochen nur selten und in großen Mengen füttern

  • Supplemente vergessen

  • Zu große Portionen einfrieren

  • Knochen ungleichmäßig verteilen

Eine klare Struktur und feste Tagesportionen verhindern diese Probleme zuverlässig.


Fazit

Richtiges Portionieren ist der Schlüssel zu stressfreiem BARFen.Wer nach dem Prinzip „eine Portion = ein Tag“ arbeitet und regelmäßig vorbereitet, hat im Alltag kaum Mehraufwand – aber volle Kontrolle über die Ernährung seines Tieres.

BARF ist kein tägliches Rechnen, sondern eine gut organisierte Routine.

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